DIE VERWANDLUNG

Es waren einmal ein König, eine Königin und ein Dachboden.

Der Dachboden wurde von König und Königin sehr geschätzt, denn dort konnten sie jahrelang einfach alles hineinwerfen, was man in der Wohnung nicht sehen wollte und dort keinen Platz hatte.
So kam es, dass der Dachboden mit seinen 50 m2 nach einigen Jahren des Hineinwerfens bis zur Türe vollgeräumt war. Wochen des Ausmistens folgten. Wochen.
(Die Geschichte hätte fast so geendet: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann räumen sie noch heute.)

Es kam aber anders und der Dachboden leerte sich langsam:



Als er endlich ganz leer war, haben sie wieder etwas hineingestellt: Wände. (Und Werkzeug. Und Baumaterial.) Dafür haben sie ein Stück Dach entfernen lassen und ein Fenster eingebaut:



Als alle Wände standen, alle Leitungen verlegt waren und ausgemalt war, wurde ein neuer Fussboden verlegt und der Dachboden, der jetzt kein Dachboden mehr war sondern ein Zimmer, wurde eingeräumt:



Es wurde ein Schlafzimmer:



Der König und die Königin können noch immer nicht glauben, dass sie aus dem da das da gemacht haben:



Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

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SCHLAF KINDLEIN SCHLAF

Schon lange keine Türe mehr geöffnet. Machen wir das doch heute und werfen einen kleinen Blick in das Schlafzimmer.
Mein Lieblingszimmer. Auch wenn es im Winter kalt und im Sommer heiß ist. Ich wollte es ja so. (Nicht kalt und heiß. Unter dem Dach.)

Ausgebaut haben wir es erst vor zwei Jahren, als klar wurde, dass noch jemand ein Kinderzimmer braucht (wie sehr dieser jemand tatsächlich ein eigenes Zimmer braucht, kann man am noch immer bei uns stehenden Gitterbett sehen…) und wir unser bisheriges Schlafzimmer räumen mussten. Oder vielmehr wollten.





Selbstverständlich ist bei uns immer so aufgeräumt, das Bett gemacht und geputzt. Hier würden niemals Spielsachen oder Wäscheberge herumliegen. Nie-mals.
(Großartig übrigens der Spiegel im Schrankraum. Sieht aus wie im Spiegelkabinett mitgehen lassen.)

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JA, EH. FAST

Operation nicht gelungen, Patient trotzdem tot.

Weil meine Buttermilch- und Joghurtblumentöpfe so sinnlos und leer herumgestanden sind und – wie man mir gesagt hat – von innen feucht gehalten werden sollen, damit das Moos wachsen kann, habe ich vor ein paar Tagen Pflanzen eingesetzt.

Dem Joghurttopf hat es anfangs noch gefallen, der hat sich ganz gut gemacht.
Aber was sehe ich heute? Es passiert, was bei Milchprodukte schon mal passieren kann: Sie schimmeln! Alle beide!

Dafür habe ich vier andere Töpfe, die munter drauf los wachsen. Ganz ohne Einladung dazu. Und obwohl sie ausschließlich in der Sonne stehen.
Versteh das mal einer.

Auf Fotos von den Schimmeltöpfen verzichten wir mal lieber.

Eine kleine Erfolgsmeldung aus dem Garten gibt es aber doch. Die Tomatenstauden wachsen, als hätten sie sonst nichts besseres zu tun. Sie sind schon über 2 Meter hoch und endlich, endlich werden die ersten Tomaten rot.

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SIE HABEN’S GETAN



Drei Monate später. Jetzt kann ich auflösen, wofür ich so dringend einen Schmetterlingsstempel gebraucht habe.



Gilda und Lucanus hatten mich damals gebeten, ihnen bei ihrer Hochzeitseinladung zu helfen. Was ich mit Freuden gemacht habe. Gibt es etwas Schöneres als Hochzeiten? Nein! Eben.

Der Einfachheit halber (und als Eingeständnis an die Zeit) habe ich den Schmetterlingsstempel in den beiden Hochzeitsfarben türkis und violett gestempelt, eingescannt und bei den Einladungen, Kirchenheften und Menükarten gleich mitdrucken lassen. Für die restlichen Dinge, wie Briefumschläge und Give Aways an die Gäste, ist es aber eine sehr einfache Möglichkeit, ihnen eine persönliche Note zu geben und sie auch zum Gesamtbild passen zu lassen.



Um Schmetterlinge auch auf die Tische zu bringen, dachte ich mir, es wäre doch nett, wenn sie auf den Gläsern sitzen würden. Bis zur letzten Minute waren treue Anhänger des Brautpaares fleißig und haben tatsächlich 120 Stück davon einzeln ausgeschnitten. Mit Körper. Mit Fühlern. Mit Begeisterung. (Oder weniger?)

Aber es hat sich ausgezahlt.



Und das ist der sagenhafte Stadl, in dem die Hochzeitsfeier stattgefunden hat.



Ich fand es ja die schönste Hochzeit auf der ich je war. Nicht zuletzt wegen der vielen netten Reden die gehalten wurden. Ganz besonders der vom Bräutigam.
Er hat damit sicher etwas zu seiner Ehe beigetragen, damit möglicherweise aber 20 andere in eine Krise gestürzt. Ich weiß zumindest von einem Mann, der sich beim Heimgehen, noch bevor er beim Auto angekommen war, das Gemecker seiner Gattin anhören musste, warum er so etwas nie zu ihr sagt. Wenigstens wenn sie alleine sind, könnte er das doch machen.

(Bemerkung für meinen Mann: Ich warte übrigens noch immer.)

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COOKIES, COOKIES, COOKIES

Frau Barcomi kann einpacken.

Die beste Chocolate Chip Cookies macht nämlich die Nina. Und weil die Nina so nett war, mir ihr Rezept zu verraten, mache die besten Chocolate Chip Cookies ab sofort auch ich.



Naja, und weil die Nina das Rezept eigentlich auch so ein bisschen abgeschaut hat, kann jeder ab sofort die besten Chocolate Chip Cookies machen. Die englische Originalversion/Ausgangsversion findet sich auf Love In The Oven. Die deutsche Adaption findet sich hier:


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Rezept für Ninas Allerbeste Chocolate Chip Cookies:

2 Becher Mehl
1 Becher brauner Zucker
1/2 Becher weißer Zucker
1/2 Teelöffel Natron
1/2 Teelöffel Salz
3/4 Becher Butter (geschmolzen)
1 Becher Chocolate Chips
1 ganzes Ei
1 Eigelb
1 Teelöffel Vanille Extrakt

Mehl, Natron und Salz in einer Schüssel mischen.
In einer 2. Schüssel den braunen und weißen Zucker mit der geschmolzenen Butter mischen. Das Ei, Eigelb und Vanille Extrakt dazu.
(Ich verwende keinen Mixer für die 2. Schüssel, nur einen Schneebesen damit alles cremiger wird.)
Dann das Mehl in die 2. Schüssel einrühren.
Und dann noch die Chocolate Chips dazu.

Kugeln formen (3-4cm Durchmesser), ein wenig flach drücken und bei ca 165 Grad für 10-15 Minuten backen. (Nicht zu lange im Backrohr lassen, sonst werden sie beim Abkühlen zu hart.)

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Auskühlen lassen, einpacken, weiter schenken. Aber bloß nicht alle!

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GILDA ♥ LUCANUS

Mir sind diverse Poster von MadeByGirl schon öfters unter gekommen. Darum war ich ein bisschen aufgeregt, ob außer uns noch jemand die Idee hatte dem Brautpaar ein Wedding Print Poster zu schenken, vor allem da ich wusste, dass auch andere Blogger bei der Hochzeit anwesend sein werden. Oder zumindest genug Leute, die Blogs lesen. (Wir scheinen aber Glück gehabt zu haben. Bis zum Schluss konnte ich kein auch nur annähernd ähnlich geformtes Geschenk auf dem Gabentisch entdecken. Puh.)

Für die Verpackung wurde Erbstücke, Fundstücke und Gartenstücke verwendet. Alte Bettwäsche, Spitzen, Bordüren, Bänder, möglichst weiß oder naturfarben.

Sehr praktisch, wenn das Bild fast die gleichen Maße hat wie ein alter Polsterbezug. Da spart man gleich mal Arbeit.

Um die Hülle wird gewickelt und gewickelt und gewickelt. Zum Schluss noch den Geschenkanhänger mit einer Sicherheitsnadel befestigen. Und schon ist die Verpackung fertig.

Und wie stolz ich wäre, wäre die Idee dazu von mir gewesen!

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FÜR EUCH

Zu einer Hochzeit nimmt man ein Geschenk mit. Und so ein Geschenk möchte auch verpackt werden.

Dazu demnächst mehr – die Verpackung wurde nämlich erst Minuten vor der Abfahrt fertig. Eine Nacht Einen Tag vorher habe ich aber schon einen dazu passenden Geschenkanhänger gebastelt.

So wie schon einmal bei den Wimpeln für das Küchenregal habe ich auf Textilfolie zurückgegriffen und damit auf ein Stück Stoff einen Ausdruck mit den Namen der beiden und dem Hochzeitsdatum aufgebügelt {1}. Die Namen kreisförmig ausschneiden {2} und einen dazu passenden, dünkleren Stoff suchen. Aus diesem Stoff einen etwas größeren Kreis freihändig ausschneiden {3}. Genau muss das nicht sein, denn der Rand wird noch zusätzlich ausgefranst {4}. Dann nimmt man eine Bordüre {5} und näht sie mit ein paar Stichen an den Rand des größeren Stoffstückes {6}. Die Namen mittig draufheften {7}.

Danach nimmt man einen länglichen Stoffrest (wahrscheinlich ein Vorhang) vom Flohmarkt, der schon Spitzen dran genäht hat {8}, faltet ihn {9} und mit ein paar Fäden eines alten Kaffeesacks bindet man den Stoff zusammen {10}.
(Spätestens jetzt ist man froh und denkt sich “Ich habe es ja schon immer gewußt!”, dass man all diese Utensilien zusammengesammelt hat. Man kann ja doch alles einmal brauchen.) Den Knoten mit dem Namensschild verdecken und dieses mit ein paar Stichen annähen {11}.

Fertig.

Und wenn die Sonne wieder aufgegangen ist, kann man auch ein vernünftiges Foto davon machen:

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